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Von einem tollen Spiel … Es war einmal ein Spiel, das hieß ANNO 1602. Als es irgendwann Mitte der Neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts veröffentlicht wurde, ahnten wahrscheinlich nicht einmal die Entwickler, dass es sich eines Tages (mit derzeit 2 Nachfolgetiteln, Stand: 2007) zum erfolgreichsten Spieletitel aus dem deutschsprachigen Raum entwickeln sollte. Hätte man sonst die Spielstände so schlecht geschützt? :-) Zu den ersten Kunden gehörten auch zwei damals etwa 17 Jahre alte Schüler aus Köln, beide bereits seit Erscheinen des Spiels 1869 gestandene und treue Fans des auch hinter „Anno” stehenden österreichischen Entwicklungsstudios MAX Design. Ruhe in Frieden … … über ein paar lange Nächte … So kam dann das eine (jugendlicher Entdeckerdrang) zum anderen (begonnene Schulferien), und nach gerade einmal 24 Stunden hatten die beiden Jungs nicht nur das Spiel selbst auf Herz und Nieren getestet, sondern auch gleich sein komplettes Spielstand-Format entschlüsselt. Gewusst wie! … zu einem wunderbaren Tool! Das Programm EDIT1602, das in einer knappen weiteren Woche fertig gestellt und nach noch einmal drei Wochen bereits die CD-ROM der Spielezeitschrift PC Games zierte, erlaubte sodann auch vielen Spielern rund um den Globus, z.B. Einheitenpreise nach Belieben zu verändern oder aus Jux den Hirschen auf den Spielkarten durch Heraufsetzen der Bewegungsgeschwindigkeit Raketentempo zu verleihen. Die beigefügte Entwickler-Dokumentation diente später als Grundlage für viele weitere Editoren mit noch mehr ausgefeilten Features. Danke, dass Ihr uns die Credits nie in den Tools gegeben habt! Diese Page soll als Erinnerung im Netz stehen an die vielen anstrengendenden, spannenden und lustigen Stunden, die wir als Entwickler von EDIT1602 (und natürlich bei der Annahme des Feedbacks) hatten. Unvergesslich das Telefonat mit den Anno-Machern, als diese erklärten, ja, sie hätten den Editor ausprobiert und, ja, sie hätten gestaunt – aber vor allem deswegen, weil das Tool auch bereits die Einstellungen des noch gar nicht veröffentlichten Erweiterungspakets bearbeiten könne. Der weiteste „Fanbrief” (danke für die freundlichen Zuschriften!) kam von einem Sohn deutscher Auswanderer in Marokko. Es war jede Minute wert! Nur per Zufall in einem alten FTP-Archiv wiederentdeckt und gerettet – und das, worauf wohl jeder Besucher außer uns selbst schon gähnend wartet:
Vanitas vanitatum et omnia vanitas.
Gewidmet Christoph Meyer zu seinem 27. Geburtstag.
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